The Walking Dog
Ihr Dogwalker-Service für Siegen und Umgebung
25. Juli 2014

Ein Morgen wie jeder Morgen! Ich stehe auf, trinke zwei Tassen Kaffee und gehe eine große Runde mit meinem Hund. Im Anschluss gibt´s Frühstück und ich entlasse ihn zum streunen in den Garten während ich mich mich auf die Arbeit vorbereite.
Irgendwie wäre das alles nicht sehr spektakulär, wenn ich nicht das Bellen meines Hundes von der Straße her vernommen hätte. Und glaubt mir: Die Straße verläuft nicht durch unseren Garten…..

Neben der Tatsache, dass unser Garten auf Grund der Buddel-Leidenschaft von Sam einem Truppenübungsplatz ähnelt ist er auch umzäunt als befänden wir uns in einem Hochsicherheitstrakt. Jedoch findet er jedes noch so kleine Loch im Zaun um seinen Retriever Hintern hindurch zu zwängen um den Hund drei Häuser weiter zu besuchen, die Katze zu jagen oder einfach mal die Himbeeren aus Nachbars Garten zu fressen.

Und während ich im Bademantel das Ungeheuer von der Straße einsammle frage ich mich warum man sagt:“Jeder bekommt den Hund den er braucht???“

Was soll ich von diesem Hund lernen, der mit einer bewundernswerten Beharrlichkeit seine Ziele verfolgt?
Dass Regeln da sind, um sie zu brechen? Dass überall wo eine Grenze ist eine Möglichkeit wartet? Dass das Leben da ist um es im hier und jetzt zu leben ohne einen Gedanken an das Später zu verschwenden?
Oder!!!! Dass ein Hund einfach ein Hund ist und gerne tut was Hunde tun. Sich die Zeit vertreiben, Dinge entdecken, was zum futtern finden, mal was Neues probieren….

Ich weiß es nicht, es ist auch nicht so wichtig. Anstatt mich zu ärgern habe ich den Abend in Gummistiefeln im Bach verbracht um den Zaun zu flicken und hoffe, dass dieser nun sicher ist. Jedoch wurde ich dabei von klein Houdini beobachtet, der nun neben mir liegt, mit den Beinen ausschlägt und wahrscheinlich von seinem besonderen Ausflug träumt. Ich vermute,dass er schon Pläne für einen weiteren Ausbruch im Kopf hat.
Und ganz ehrlich: Der Gedanke gefällt mir, auch wenn das für den ein oder anderen völlig unverständlich sein mag.
Aber ich gestehe: „Ich habe einen Hund und so soll er sich auch verhalten!“

12. April 2014

Meine Gedanken in Worte gefasst. Hier ist der neue Text von Frank Gilka zu meiner Hundetrainer-Ausbildung zu lesen.

„Alles neu hinterfragen, was bisher gemacht wurde, ist das Fazit, der vergangenen Hundetrainerwoche von Yvonne Wagner. Als sie Dr. Udo Gansloßer fragte, wann dieses ….“

http://hund-moenchengladbach.blogspot.com/2014/04/auf-dem-weg-zum-hundetrainer-gedanken.html

6. März 2014

 

Heute habe ich mich gefragt, warum ich Hunde eigentlich so mag!?

Wenn ich es mir recht überlege ist es sehr anstrengend einen Hund zu haben. Ich gehe Stunden lang bei jeglichem Wetter spazieren, denke mir jeder Menge Spielereien für unterwegs aus damit dem Hundi nicht langweilig wird, sammle Haufen ein, bezahle Futter und Steuern und sauge täglich den anfallenden Schmutz und einen Wust von Haaren aus der Wohnung.

Genau betrachtet hört sich das nicht nach Spaß an!

Zum Glück hat die Medaille immer zwei Seiten. Mir geht das Herz auf, wenn mein Hund mit Höhstgeschwindigkeit durch den Bach und über Baumstämme springt, er mit Begeisterung einen von mir gefundenen Leberwurst-Baum inspiziert und ich das blitzen in seinen Augen sehe, wenn er mich zum spielen auffordert. Am meisten Spaß machen mir aber seine kleinen Macken……
Er hat diesen Hypnose-Blick mit dem er sagt: „3,2,1…dein Essen ist meins!“
Er hat diese ganz spezielle Wedeln, welches sagt: „Guck mich an, ich hab was im Maul was dir gar nicht gefallen wird!“ und irgendwie hat er das gleiche Gemüt wie ich, nur mit Fell und vier Beinen!

Neben der Tatsache, dass ich Hunde mag gibt es jedoch noch etwas, was mindestens genau so wichtig ist: Ich mag Menschen!

Durch Hunde komme ich täglich ins Gespräch mit Menschen mit denen ich sonst niemals reden würde. Diese Menschen begleiten mich nur ein paar Minuten durch den Tag und die meisten hinterlassen Spuren. Sie geben etwas aus ihrem Leben preis, erzählen Geschichten und ich liebe Geschichten….

Mein Schlüsselerlebnis war heute eine kleine Omi, die ich auf einem Spaziergang traf.
Ich war unterwegs mit einem Gassi Hund. Ein Labrador: groß, schwarz, imposant. Bisher konnte ich mehrfach beobachten, dass Menschen die Straßenseite wegen uns wechselten, obwohl wir eher harmlos sind.

Von weitem sah ich diese kleine Omi mit ihrem Rollator den Bürgersteig entlang schleichen. Sie sah uns, hielt  kurz inne und ihr Gesicht fing an zu strahlen. Als wir näher kamen blieb sie stehen. Klick, schnell die Rollator-Bremse anziehen….
„Was bist du für ein schööööööner Hund“, hörte ich sie sagen, „mein Sohn hat auch so einen!“ Bedächtig zog sie ihre Handschuhe aus und flüsterte leise:“ Dich will ich aber mal streicheln.“ Ich lies sie und war gerührt und amüsiert zugleich. Peinlich berühr war ich, als Herr Labrador seine Nase ungeniert zwischen die Beine der Omi steckte und sie fröhlich ausrief:“Jaaaaaa, riech mal schön an der Omi!“ 🙂
Ich schmunzelte, nahm meinen Hund und wollte weiter. Wir sprachen noch ein paar Sätze und sie wünschte mir einen sonnigen Tag!

Immer wieder lächelte ich heute, weil ich an meine Omi dachte. Hätte ich keinen Hund dabei gehabt, wäre das niemals passiert.

Ich wünsche euch allen, dass ihr auch ab und zu diesen besonderen Menschen trefft, der euren Tag speziell macht. Nehmt euch Zeit, haltet inne und genießt diesen Moment. Denn diese Momente sind es, die das Leben schöner machen!